Podiumsdiskussion im Amt für kirchliche Dienste (AKD Berlin)

Workshop für das Themenjahr 2014: "Reformation und Politik"

Auf Einladung von Bischof Dr. Dröge nahm Cornelia Seibeld neben Frank-Walter Steinmeier an der einleitenden Podiumsdiskussion zum Workshop "Reformation und Politik" teil.

Zunächst begrüßte Herr Direktor Spenn die Teilnehmer des Workshops im Hause des AKD in Berlin und gab dann das Wort an Herrn Dr. Richter.

An ein kurzes Impulsreferat des Oberkonsistorialrates Dr. Richter zum Verhältnis von Staat und Kirche und dessen Entwicklung seit dem 18. Jh., schloß sich unter der Moderation von Pfarrer Dr. Krebs (Reformierte Gemeinden in der EKBO) ein vor allem von ethischen Fragen dominiertes Gespräch an. Die Frage von Krieg und Frieden oder etwa PID wurden mehrfach behandelt und die schwierigen Abwägungsprozesse, die damit verbunden sind, erläutert.

Weiterhin schilderten die Politiker an welcher Stelle sie in ihrem politischen Leben zum ersten Mal mit religiösen Themen in Berührung kamen und auch ihren eigenen Glauben und Überzeugungen auf die Probe stellen mußten. Frau Seibeld führte das Volksbegehren Pro-Reli und die Ladenöffnung an Adventssonntagen an, gegen die seinerzeit im Abgeordnetenhaus gestimmt hatte. Die weitere Ausweitung der Ladenöffnungen hätte zu einem weiteren Angriff auf Tradition und Kultur geführt. Die wirtschaftlichen Interessen hätten in diesem Fall zurückstehen müssen. In der Pro-Reli-Frage kritisierte sie die zögerliche Haltung der Kirchen in Bezug auf die sie unterstützenden Parteien.

Kurz gingen die Teilnehmer auf die Herausforderungen einer zunehmend pluralistischeren Gesellschaft und den dann und wann auftretenden Infragestellungen der Staatskirchenverträge, insbesondere im finanziellen Bereich, und wie das schwindende historische Gedächtnis die Zusammenhänge nicht mehr plausibel erscheinen läßt, ein.

In Bezug auf die pluralistische Gesellschaft mahnte Frau Seibeld an, unter Toleranz und Integrationsbemühung nicht zu verstehen, die eigenen Werte und Ideale hintan zu stellen und einer radikalen Laizität das Wort zu reden. Hier muß stattdessen lebhaft, selbstbewußt, zuweilen auch kämpferisch, der eigene (christliche) Standpunkt vertreten und auch verteidigt werden.

In der Schlußrunde wünschte sich Frau Seibeld für die Bundestagswahl 2013 und auch für die Europawahl 2014 mehr Offenheit und eine lebhaftere Beteiligung der Kirchengemeinden an politischen Fragestellungen und Kandidatenrunden in den Wahlbezirken.

 
 
 

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