Diskussion am 04.06.2014 zum Thema:

„Kann Kirche Familienpolitik?“

Im Rahmen der Reformationsdekade habe ich in meiner Funktion als kirchenpolitische Sprecherin an einer Podiumsdiskussion zum Thema Kirche und Familienpolitik in der Lutherkirche in Wilhemsruh teilgenommen. Moderiert wurde der Abend von Herrn Dr. Johan Wagner, der auch Projektleiter der evangelischen Gemeinden für die Region C in Berlin-Pankow ist. Als Gäste waren neben mir Dr. Christine Bergmann, Dr. Dorothea Schlegel , Thomas Härtel, sowie Sven Iversen geladen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde nahmen die Diskutanten zu spezifischen Fragestellungen rund um das Thema Kirche und Familienpolitik Stellung. Die hoch umstrittene Orientierungshilfe der EKD zur Familienpolitik, welche unter Federführung von Frau Dr. Bergmann als Vorsitzende der Ad-hoc-Kommission des Rates der EKD entstand, spielte in der Diskussion kaum eine Rolle, anders als im Vorfeld angekündigt und wohl auch geplant. Vielmehr wurden die klassischen Themen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutiert und welche Rollen Väter in der Erziehung übernehmen könnten.

Frau Dr. Schlegel (SPD) mahnte eine größere Verantwortung der Arbeitgeber an, die neue Formen des Zusammenlebens ermöglichen sollen. Teilzeitarbeit etwa solle nicht mehr bestraft werden, voll anerkannt sein und einer beruflichen Karriere nicht im Weg stehen.

Mehrfach verwies sie darauf, daß sich die familiären Realitäten verändert hätten und die traditionelle Familie nur noch in der Werbung vorkomme. Die Politik müsse diesen Veränderungen Rechnung tragen.

Ich habe dieser Darstellung widersprochen und darauf hingewiesen, daß auch im weltoffenen bunten Berlin traditionelle Familienvorstellungen nach wie vor bei der Mehrheit der Bürger in den Köpfen verankert seien. Dies hatte sich im übrigen auch in der Diskussion gezeigt, denn letztlich ging es nicht um moderne Familienbilder in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften, Patchwork etc, sondern um die seit Jahrzehnten bestehenden und nach wie vor nicht gelösten Probleme der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für beide Elternteile.

Im übrigen habe ich deutlich gemacht, daß sowohl Kirche als auch Politik sich in der Vorgabe des einen richtigen Familienbildes zurückhalten sollten. Mütter und Väter müssen in jeder Familienkonstellation ein echtes Wahlrecht haben, wie sie ihre Familie gestalten wollen. Glückliche Eltern sind anch meiner festen Überzeugung das wichtigste für jedes Kind.

 

 
 
 

Kontakt

Politik ist Kommunikation. Gerne höre ich von Ihnen, Ihre Fragen und Ihre Anregungen.

 

Sie können mich und meine Mitarbeiter auf diesen Wegen erreichen:

Telefon & Fax

Telefon: 030 844 17 17 4 (Wahlkreisbüro)
Fax: 030 844 1717 5

Newsletter

Zum Newsletter anmelden
Back to top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok