Flüchtlinge in Steglitz-Zehlendorf: Unterkünfte und Betreiber

Grundsätzlich gibt es verschiedene Typen von staatlich organisierten Unterbringungen.

Flüchtlinge, die gerade in Berlin angekommen sind, werden in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht. Nach Abschluß der Aufnahmeprozeduren werden die Menschen auf verschiedene Gemeinschaftsunterkünfte verteilt. 

Stand September existieren berlinweit ca. 18.000 Plätze in Unterbringungsstellen.Dazu zählen noch nicht die Menschen, die in Hostels und ähnlichen Einrichtungen untergebracht sind.

Wenn es einen hohen Zustrom an neuen Flüchtlingen gibt, werden die Menschen auch in Notaufnahmeeinrichtungen untergerbacht. Der Bezirk hatte im ersten Quartal 2015 zwei solcher Unterkünfte. Das LAGeSo beschlagnahmte zwei Turnhallen in denen zusammen etwa 500 Personen untergebracht worden sind. Beide Einrichtungen sind mittlwerweile wieder geschlossen worden. Gegenwärtig steht an, dass nunmehr 4 Unterkünfte für die Notunterbringung eingerichtet werden.

Die Unterkünfte in Steglitz-Zehlendorf (Stand Mai 2015).

Typ der Unterkunft Standort Status
Gemeinschaftsunterkunft Goerzallee Belegung mit ca. 200 Personen
Gemeinschaftsunterkunft Klingsorstrasse Belegung mit ca. 109 Personen
Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Wupperstraße Nach Brandschaden geschlossen
Gemeinschaftsunterkunft für vulnerable Flüchtlinge (Wohncontainer) Ostpreußendamm Belegung mit bis zu ca. 300 Personen.
Gemeinschaftsunterkunft (Wohncontainer) Hohentwielsteig /
Potsdamer Chausee
Belegung mit bis zu ca. 340 Personen.

Das Land baut die Wohncontainerdörfer selbst, Bauherr ist das LAGeSo. Wohncontainer sind mobile Bauten. Sie entsprechen von Beginn an den Standards von Gemeinschaftsunterkünften. Sie können zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden, beispielsweise zur Unterbringung von Flüchtlingen, von Wohnungslosen und von Studenten. Ein Container misst 15 qm Innenraum. Aufenthaltsräume stehen in größerem Umfang zur Verfügung. Jeder Gebäudekomplex ist mit einem rollstuhlgerechten Wohn- & Sanitärbereich versehen. Sie haben eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren und können auch ab- und an anderen Stellen wieder aufgebaut werden.

Die maximale Anzahl der Bewohner in einer Unterkunft richtet sich natürlich einerseits nach den Möglichkeiten der Bebauung und der Infrastruktur. Andererseits aber gibt es auch allgemein anerkannte Obergrenzen, die so gewählt werden dass sich durch die Ballung der Bewohner keine Konflikte ergeben.

Als Betreiber der Einrichtungen sind in Steglitz-Zehlendorf zwei Institutionen beauftragt:

  • GIERSO für die Heime in der Görzallee und der Klingsorstraße.
  • MILaa gGmbH für die Unterkunft am Ostpreußendamm 108. Die MILaa ist eine Tochtergesellschaft des Evangelischen Diakonievereins Zehlendorf e.V., einem Träger von Kranken- und Pflegeinrichtungen in ganz Deutschland.
  • ASB für die Unterkunft am Hohentwielsteig.

Als Betreiber werden bei uns solche Organisationen ausgewählt, die Erfahrung in der Betreuung von Flüchtlingen oder auch hilfsbedürftigen haben. In der Zeit der Unterbringung in den verschiedenen Unterkünften werden die Flüchtlinge durch die Mitarbeiter der Einrichtungen betreut. In den Einrichtung sind u. a. Sozialpädagogen, Sozialbetreuer und Kinderbetreuer sowie Wachpersonal beschäftigt.

Sogenannte "vulnerable" Flüchtlinge sind Menschen, die krank, verletzt oder traumatisiert sind, bzw. auf andere Weise schutzbedürftig. Die Einrichtung im Ostpreußendamm wird speziell auf die Bedürfnisse diesr Menschen ausgerichtet sein.

 

 
 
 

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