Thermometersiedlung

Die Thermometersiedlung in Lichterfelde ist ein Ort, an dem man sieht, was soziale Arbeit vor Ort tatsächlich leisten kann. Die soziale Herausforderung in der Siedlung ist besonders, und man wird ihr nicht mit einzelnen Maßnahmen gerecht, sondern nur mit kontinuierlicher, aufsuchender Arbeit. Genau das leisten die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Busstop, allen voran auch der leider verstorbene Jürgen Bischof, der so viele Jahre mit großem persönlichen Einsatz vor Ort präsent war.

Ein zentraler Baustein dabei ist der Runde Tisch, an dem wir regelmäßig teilnehmen. Dort werden die kleineren und die größeren Fragen der Siedlung besprochen, Aktivitäten abgestimmt und Probleme adressiert, bevor sie sich verfestigen. Diese Struktur macht einen echten Unterschied, weil sie die verschiedenen Akteure – Quartiersmanagement, soziale Träger, Verwaltung und Anwohnerschaft – an einen Tisch bringt und Lösungen nicht am Reißbrett, sondern im direkten Austausch entwickelt.

Besonders freut mich, wie aktiv das Quartiersmanagement vor Ort ist und wie viele einzelne Aktionen daraus entstehen: Feste, die die Nachbarschaft zusammenbringen, der neue Basketballplatz als niedrigschwelliges Angebot gerade für Jugendliche, und der Umbau des Stangenpfuhls, der der Siedlung ein Stück mehr Aufenthaltsqualität im Freien gibt. Solche Projekte zeigen, dass sich kontinuierliche soziale Arbeit auszahlt – und dass es sich lohnt, an diesem Thema dranzubleiben