Containerdorf am Ostpreußendamm ist Geschichte – Bauplatz für neue Sekundarschule frei
Wo 10 Jahre eine Flüchtlingsunterkunft stand, wird nun endlich die lang geplante Schule geplant. Am Ostpreußendamm 108 soll sie entstehen, eine ISS mit Oberstufe.
Am Ostpreußendamm ist ein sichtbares Zeichen gesetzt: Das jahrelang genutzte Containerdorf ist vollständig abgebaut worden. Wo bislang provisorische Container mehrstöckig aufeinandergestapelt standen, liegt heute ein leerer Bauplatz – die Fläche, auf der eine neue Sekundarschule entstehen soll. Ich werte den Rückbau als Einlösung eines langjährigen Versprechens.
Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der die CDU-geführte Senatspolitik den Unterricht zurück auf einen soliden Kurs gebracht hat – mit klareren Lehrplänen und stärkerem Fokus auf Grundfertigkeiten. Doch guter Unterricht braucht auch angemessene räumliche Bedingungen. Wer über Bildungsqualität spricht, muss auch über Schulgebäude sprechen.
Das Containerdorf war ursprünglich als Provisorium gedacht – wer Berlin kennt, der weiß, wie solche „vorläufigen Lösungen“ drohen zu verstetigen. Mit seinem nun vollzogenen Abbau ist der erste Schritt getan – der leere Bauplatz markiert den Übergang von der Ankündigung zur Umsetzung.
„Ein wichtiges Signal für den Bezirk“
Ich habe den Rückbau begrüßt. Der Schritt zeigt, dass konkrete Zusagen an die Familien im Bezirk auch konkret umgesetzt werden. Bildungsinfrastruktur ist kein abstraktes Thema, sondern entscheidet unmittelbar über die Chancen der nächsten Generation. Dass die Fläche nun tatsächlich frei ist, ist mehr als ein symbolischer Akt – er steht für einen politischen Kurswechsel, der Ankündigungen an Ergebnisse knüpft.
Wie die neue Schule aussehen wird, ist noch offen
Offen ist bislang, wie die künftige Sekundarschule konkret gestaltet sein wird. Weder zur Architektur noch zum genauen Raumkonzept oder zum Zeitplan für Planung und Bau liegen derzeit endgültige Angaben vor. Der Bezirk kündigte an, die weiteren Schritte – von der Bedarfsplanung bis zur Ausschreibung – noch zu konkretisieren. Eltern- und Schulgremien sollen nach derzeitigem Stand in den Planungsprozess eingebunden werden, Details dazu stehen jedoch noch aus.
Für mich markiert der freie Bauplatz zunächst vor allem einen politischen Meilenstein: das sichtbare Ende eines seit Jahren kritisierten Provisoriums, verbunden mit dem Versprechen eines Neubaus. Ob und wie schnell daraus tatsächlich moderne Lernräume werden, wird sich erst in der weiteren Planung zeigen. In den letzten Wochen habe ich mir zusammen mit der Schulstadträtin Malgorzata Sijbrandij das vorbereitete Baufeld angeschaut. Ob sie genauso aussehen wird, ist noch offen. Aber ein intaktes Schulgebäude ist das, was man für guten Lernerfolg braucht. Ich freue mich über den Fortschritt bei der Bauplanung.